Eine ordnende Instanz

Früher im Kindergarten oder in der Schule hat man unangemessenes Verhalten von anderen Kindern den Erziehern oder Lehrern gepetzt. Die Eltern mussten in Streitfällen mit den Geschwistern richten.
Aber wer übernimmt das Tadeln im Erwachsenenalter?

Ich meine keine Verbrechen, bei denen die Polizei benachrichtigt wird. Ich meine kleinere Vergehen, unangebrachtes, unhöfliches Verhalten. Man kann seinen Unmut darüber ausdrücken und auf Einsicht des Anderen hoffen. Wenn die aber nicht eintritt, hat man Pech, muss vielleicht selbst klein beigegeben. Dann bleibt ein Unwohlsein zurück.
Wahrscheinlich gibt es gerade deshalb so oft Kommentarfunktionen, Bewertungssysteme aber eben auch einen Anbieter, dessen Support im Zweifelsfall richten kann.
Vielleicht brauchen wir jemanden, der ein Auge auf uns hat, damit wir keinen Blödsinn machen.
Und ist das Prinzip der meisten Religionen nicht das gleiche? Da ist jemand, der alles sieht und hört, auch im Dunkeln, auch deine Gedanken.

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Ein Gedanke zu “Eine ordnende Instanz

  1. Ja, oh je, Religionen. Also ob da jemand ist der alles sieht und hört ist so eine Sache auf die ich näher eingehen will 😉 Unabhängig davon verbinde ich Religion mit Glauben, aber einfache Benimmregeln sollten im Grunde kein Glaubensgedanke sein. Was passiert wenn sich Religionen als Moralapostel über alle andere stellen haben wir schon oft genug erlebt.
    Kurz, im Grunde könnte eine Religion tatsächlich diese Funktion erfüllen, leider scheitert es aber immer wieder an der Interpretation und Ausrichtung des Glaubens.

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